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1. Finaltag: Zwölf Nationen gewinnen am ersten Finaltag Medaille

Slowenischer Doppelsieg am Sprung / Bronze für Chusovitina

22.02.25

Der Deutsche Turner Bund ist am ersten Finaltag des 48. Turniers der Meister in Cottbus ohne Medaille geblieben. Die Hoffnungen liegen damit jetzt allein auf Tom Schultze vom Gastgeber SC Cottbus Turnen, der am zweiten Finaltag am Sonntag (Lausitz-Arena, ab 13.45 Uhr) allein die deutschen Farben als Finalist im Sprung vertritt. Zu Beginn der neuen Weltcup-Saison gingen die 15 Medaillen in den fünf Entscheidungen des ersten Tages an zwölf Nationen. Japan, Italien und Slowenien konnten in der mit 2000 Zuschauern ausverkauften Lausitz-Arena jeweils zweimal Edelmetall gewinnen.

Am Boden sicherte sich Milad Karimi aus Kasachstan den Weltcup-Sieg und 1500 Euro Preisgeld. Der Olympia-Fünfte von Paris gewann mit 14,133 Punkten überlegen vor dem Japaner Kazuki Minami (13,666) und dem Qualifikationsbesten Niccolo Vannucchi aus Italien (13,533). Daniel Mousichidis vom TV Schwalbach belegte Platz acht (12,866). Milan Hosseini von der TG Böckingen, der sich als Zweiter für das Finale der Top 8 qualifiziert hatte, musste aufgrund von Nackenproblemen verletzt absagen.

Am Pauschenpferd legte als erste Starter Yu-Jan Shiao starke 14,433 Punkte vor – und keiner konnte den Turner aus Taiwan noch überflügeln. Platz zwei sicherte sich in einem hochklassigen Wettbewerb Ahmad Abu Al Soud aus Jordanien (14,233) vor Edoardo de Rosa aus Italien (13,966). In seinem zweiten Finale des Tages musste Daniel Mousichidis vom Gerät und belegte Platz sieben (12,166).

An den Ringen gab es mit Vahagn Davtjan aus Armenien mit 14,133 Punkten einer Favoritensieg. Silber ging an Nikita Simonov aus Aserbaidschan (14,066) vor Mehmet Kosak aus der Türkei (14,000). Tom Schultze vom SC Cottbus hatte in der Qualifikation am Donnerstag als Zwölfter das Finale verpasst. Der Lokalmatador ist aber am Sonntag im Sprung-Finale in der erneut fast ausverkauften Lausitz-Arena dabei.

Im Sprung der Frauen ging der Tagessieg an Teja Belak aus Slowenien (13,583). Ihre Landsfrau Tjasa Kysselef kam bei ihrer neunten Cottbus-Teilnahme auf den zweiten Platz (13,266). Okana Chusovitina fügte ihrer umfangreichen Medaillensammlung als Dritte (13,249) eine Bronzemedaille hinzu. Die 49-Jährige aus Usbekistan, die 1989 erstmals in Cottbus am Start war, ging zum 23. Mal an den Start. Die „Grande Dame“ des internationalen Turnsports feierte bislang in Cottbus 15 Siege und holte mit Bronze ihre 25. Medaille beim Turnier der Meister.

Lisa Wötzel vom TuS Chemnitz-Altendorf musste ihre Teilnahme am Sprung-Finale zurückziehen. Die Chemnitzerin hatte mit leichten Problemen am linken Fußgelenk zu kämpfen, die sich nach den Qualifikationswettkämpfe leider verstärkten. Als Vorsichtsmaßnahme entschied man sich zusammen mit der medizinischen Abteilung dazu, auch mit Blick auf die noch anstehenden Wettkämpfe wie der Heim-EM in diesem Jahr, von einer Finalteilnahme abzusehen. „Lisa ist natürlich enttäuscht und hatte sich auf ihre Teilnahme an den Gerätfinals gefreut. Aber sie akzeptiert die Situation und weiß, dass es mit Blick auf ihre Gesundheit besser ist, hier aus dem Wettkampf auszusteigen“, erklärte Chef-Bundestrainer Gerben Wiersma. Wötzel hatte sich auch für das Boden-Finale am Sonntag qualifiziert.

Weltcup-Debütanten Silja Stotzel von der SG Heddesheim belegte am Stufenbarren Platz acht. Der Tagesieg ging an die Chinesin Kexin Zhang (13,900). Silber holte die Britin Charlotte Booth (13,300) vor Chiharu Yamada aus Japan (13,033).

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