42. TURNIER DER MEISTER | 23. - 26. November 2017 | Lausitz-Arena Cottbus

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Spannende Entscheidungen beim letzten Finaltag in Cottbus
03.04.16 | 
Oleg Verniaiev trotz sechs Finals nicht müde zu kriegen
Bei den finalen Entscheidungen im Rahmen des Turnier der Meister 2016, gab es einige Überraschungen zu verzeichnen. Die deutschen Turnfans durften sich vor Allem über zwei weitere Medaillen von Sophie Scheder freuen, die sich in optimaler Form für das anstehende Test-Event in Rio präsentierte. Marcel Nguyen gewann zudem das Finale am Barren.

Balkenfinale der Turnerinnen
Unerwartete Ergebnisse gab es gleich zu Beginn im Balkenfinale der Turnerinnen. Hier hatte sich Vizeweltmeisterin Sanne Wevers aus den Niederlanden als Beste qualifiziert. Im Finale verlief jedoch Einiges nicht nach Plan. Sie riskierte viel und musste nach der Höchstschwierigkeit Dreifachdrehung unfreiwillig das Gerät verlassen. Mit dem Ergebnis von 13,666 (6,3) Punkten, kam sie nicht über Rang drei hinaus, und öffnete damit weit die Tür für Sophie Scheder, als Vorkampfzweite. Aber auch die Wahl-Chemnitzerin hatte mit Unsicherheiten zu kämpfen und erhielt mit 13,900 (5,5) Zählern weniger als am Donnerstag. Die Polin Katarzyna Jurkowska-Kowalska, die Drittbeste in der Qualifikation war, nutze diese Chance für sich optimal aus und bestätigte mit 14,033 (5,9) Punkten ihre Nominierung für das Test-Event im Rio in 14 Tagen.

1. Katarzyna Jurkowska-Kowalska (POL) - 14,033 (5,9)
2. Sophie Scheder (GER) - 13,900 (5,5)
3. Sanne Wevers (NED) - 13,666 (6,3)
4. Oksana Chusovitina (UZB) - 13,366 (5,2)
5. Ioanna Xoulogi (GRE) - 12,866 (5,4)
6. Nora Fernandez (ESP) - 12,833 (5,3)
7. Dilnoza Abdusalimova (UZB) - 12,366 (5,3)
8. Teja Belak (SLO) - 11,633 (5,0)

Bodenfinale der Turnerinnen
Im Bodenfinale hieß es beim 40. Turnier der Meister „Abschied nehmen“ von Vorjahressiegerin Marta Pihan-Kulesza aus Polen, die ihre allerletzte Übung in Cottbus performte und schon viele Male zuvor in diesem Finale vertreten war. Sie gab vor Kurzem ihren Rücktritt bekannt und wurde mit 13,233 (5,4) und Rang vier geehrt. Deutschlands Antonia Alicke konnte ihre tolle Leistung aus der Qualifikation im entscheidenden Moment nicht wiederholen und fiel in der ersten Bahn auf den Hosenboden. Mit 12,366 (5,2) Zählern landete sie am Ende auf einem siebten Platz. Davon konnte Sophie Scheder mit ihren mit ihrer eleganten Vorstellung profitieren. Mit einem großen Lächeln im Gesicht landet sie ihre letzte Bahn und holte mit 13,333 (5,0) Punkte noch eine Medaille – dieses Mal Bronze. Wie schon im Vorkampf konnte sich hier Lisa Top (NED) durchsetzen, obwohl sie insgesamt dreimal aus der Bodenfläche heraus trat. Mit 13,600 (5,8) ließ sie Polens Überraschungs-Balkengewinnerin Katarzyna Jurkowska-Kowalska erneut hinter sich, die gute 13,533 (5,5) erturnte.

1. Lisa Top (NED) - 13,600 (5,8)
2. Katarzyna Jurkowska-Kowalska (POL) - 13,533 (5,5)
3. Sophie Scheder (GER) - 13,333 (5,0)
4. Marta Pihan-Kulesza (POL) - 13,233 (5,4)
5. Angelina Kysla (UKR) - 13,233 (5,5)
6. Simona Castro (CHI) - 13,133 (5,3)
7. Antonia Alicke (GER) - 12,366 (5,2)
8. Veronika Cenkova (CZE) - 12,200 (5,1)

Sprungfinale der Turner
Auch ohne deutsche Beteiligung ging es spannend im Sprungfinale der Männer zu. In einem Endkampf, gespickt mit Experten, sorgte wiedermal der Uktrainer Oleg Verniaiev für das Highlight des Tages: Seine beiden schwierigen Sprünge turnte er genau in den Stand und brachte damit die Halle zu toben. Im Mittelwert kassierte er durch Dragulescu und Kasamatsu 15,233 Punkte und damit den Sieg. Sein Landsmann Igor Radivilov hatte weniger Glück und setzte sich nach dem schwierigen Blanik auf der Matte. Der Schweizer Benjamin Gischard kam durch zwei nahezu optimal geturnte Sprünge auf solide 14,833 Punkte und durfte sich somit über Bronze freuen. Knapp davor landete der Chinese Ruiyang Qu, der mit seinen zwei 6,0-er Sprüngen einen Endwert von 14,899 Zählern erreichte.

1. Oleg Verniaiev (UKR) – 15,233
2. Ruiyang Qu (CHN) – 14,899
3. Benjamin Gischard (SUI) – 14,833
4. Christopher Remkes (AUS) - 14,766
5. Diego Hypolito (BRA) – 14,583
6. Igor Radivilov (UKR) – 14,283
7. Dominick Cunningham (GBR) – 14,050
8. Angelo Assumpcao (BRA) – 6,950

Barrenfinale der Turner
Die deutsche Doppelspitze aus der Qualifikation hatte im Finale weniger Bestand. Während Marcel Nguyen sein Programm optimal durchturnte und auch am letzten Finaltag wieder mit seinem Markenzeichen, dem Tsukahara Abgang, überzeugte und die verdiente Goldmedaille mit sehr starken 15,666 (6,6) Punkten einholte, zeigte Lukas Dauser leichte Schwächen. Dank seines hohen Schwierigkeitswertes von 6,7 war für Dauser mit 15,366 Punkten immer noch der dritte Platz drin. Christian Baumann (SUI) feierte seine gelungene Übung mit ungewöhnlichen Inhalten zurecht und durfte für 15,500 (6,6) Punkte Silber mit nach Hause nehmen. Turn-Phänomen Oleg Verniaiev hat die Chance die Medaillenränge durcheinander zu bringen nicht nutzen können. Nachdem er bei der Stützkehre auf einen Holm die Stange verfehlte, standen am Ende nur 14,933 (7,1) auf dem Punktekonto.

1. Marcel Nguyen (GER) - 15,666 (6,6)
2. Christian Baumann (SUI) - 15,500 (6,6)
3. Lukas Dauser (GER) - 15,366 (6,7)
4. Xiaodong Zhu (CHN) - 15,233 (7,0)
5. Oleg Verniaiev (UKR) - 14,933 (7,1)
6. Ashley Watson (GBR) - 14,600 (6,8)
7. Adam Babos (HUN) – 14,200 (5,4)
8. Angelo Assumpcao (BRA) - 12,633 (5,8)

Reckfinale der Turner
Andreas Toba hatte am Ende des langen Finalwochenendes die schwierige Aufgabe, die deutschen Farben im Reck-Finale zu vertreten. Mit viel Risiko, um ganz oben landen zu können, ging er in seinen Übung. Nachdem Tktachev mit halber Drehung und Cassina gelungen waren, verpasste er beim Kolman die Stange und platzierte sich auf dem sechsten Platz mit einem Endwert von 13,400 (6,4). Wieder war es Oleg Verniaiev, der am Ende einen weiteren Sieg mit in die Ukraine nehmen konnte. Seine 14,966 (6,8) waren auch von den überzeugenden Schweizern nicht zu knacken. Pablo Braegger (14,766/7,2) bekam einige Abzüge für seine unsaubere Landung beim Abgang, verwies Christian Baumann (14,766/6,5) aber noch auf Rang drei.

1. Oleg Verniaiev (UKR) - 14,966 (6,8)
2. Pablo Braegger (SUI) - 14,766 (7,2)
3. Christian Baumann (SUI) - 14,766 (6,5)
4. Robert Tvorogal (LTU) - 14,266 (6,0)
5. Adria Vera Mora (ESP) - 13,533 (6,0)
6. Andreas Toba (GER) - 13,400 (6,4)
7. Nicolas Cordoba (ARG) - 12,200 (5,5)
8. Kevin Cerda Gastelum (MEX) - 12,900 (6,1)

Wir wünschen allen Turnerinnen und Turnern alles Gute auf dem Weg zu den Olympischen Spielen nach Rio!

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